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13. Zukunftsforum 2020

Nr. 4: Was bringen Kunst- und Kulturprojekte in der Region? Kultur- und Regionalentwicklung zusammen denken!

Nr. 4: Was bringen Kunst- und Kulturprojekte in der Region? Kultur- und Regionalentwicklung zusammen denken!

Kunst und Kultur sind Akteure regionaler Entwicklungen. Immer mehr Themen, die aktuell diskutiert werden, betreffen die Kultur- und Regionalentwicklung l√§ndlicher Regionen gleicherma√üen: "Dritte Orte der Kultur und Begegnung", "Regionalfonds f√ľr kleine Ehrenamtsprojekte", "Partizipative Jugendprojekte", "Kultur-K√ľmmerer in Kommunen und Landkreisen" oder "Festivals auf dem Land". Das Forum bringt Akteure der Regionalentwicklung und der Kultur zusammen, um diese Themen zu diskutieren und Kunst- und Kulturprojekten in der Region vorzustellen, die aktiv an der Regionalentwicklung beteiligt sind. Im Format "Ideen am Tisch" berichten Regionalmanager und Regionalmanagerinnen, K√ľnstler und K√ľnstlerinnen sowie Vertretende von Vereinen, Verwaltungen, Beh√∂rden, Kulturinitiativen und -einrichtungen an f√ľnf parallelen Thementischen von ihren Kulturprojekten oder k√ľnstlerischen Aktivit√§ten. Sie tauschen Erfahrungen aus und erl√§utern, welchen Beitrag sie mit ihrem Projekt f√ľr die regionale Entwicklung geleistet haben. Interessierte sind eingeladen, Platz zu nehmen, Ideen mitzunehmen oder einzubringen, Fragen zu stellen und von eigenen Erfahrungen zu berichten. Nach 45 Minuten wechseln die Konferenzteilnehmenden die Tische und eine zweite Gespr√§chsrunde beginnt.

Organisatorisches

Veranstalter: "TRAFO ‚Äď Modelle f√ľr Kultur im Wandel", eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der LEADER-Aktionsgruppen Deutschlands (BAG LAG)

Ansprechpersonen:

Dokumentation

Programm

13:30 Uhr Begr√ľ√üung

  • Samo Darian, Programmleiter TRAFO
  • Dr. Hartmut Berndt, Vorstandsvorsitzender BAG LAG

13:40 Uhr 1. Runde mit f√ľnf parallelen Thementischen

Tisch 1: Dritte Orte

Der Begriff des "Dritten Ortes" erf√§hrt derzeit eine Konjunktur in Diskussionen um die Zukunft l√§ndlicher R√§ume. Dabei wird deutlich: es gibt sehr verschiedene Konzepte, die unter diesem Begriff gefasst werden, diese reichen von Kultureinrichtungen, die sich einer neuen Aufgabe annehmen und die Menschen der Region einladen, sich inhaltlich einzubringen, √ľber Co-Working-Spaces, bis hin zu Begegnungsorten, die von Einzelpersonen oder Initiativen mit Leben gef√ľllt werden, wie bspw. Kulturscheunen und √Ąhnliches.

  • Dr. Kenneth Anders, Programmleiter Oderbruch Museum Altranft
    oderbruchmuseum.de
    Das Oderbruch Museum Altranft ist eine Werkstatt f√ľr l√§ndliche Kultur. Durch Jahresthemen, die auf Befragungen der Menschen vor Ort basieren und in Kooperation mit Vereinen und kleinen Kulturorten gestaltet werden, investiert es kontinuierlich in die regionale Selbstbeschreibung. Mit den Schulen der Region arbeitet das Museum an Projekten der Landschaftlichen Bildung und bietet zudem Werkstattangebote f√ľr Schulklassen und Besucher an. Das Museum ist Koordinationsstelle des Netzwerks ‚ÄěKulturerbe Oderbruch‚Äú mit √ľber 25 Kulturerbe-Orten, auf dessen Grundlage sich die Kommunen des Oderbruchs f√ľr eine Erlangung des Europ√§ischen Kulturerbe-Siegels engagieren.
  • Patricia Janning, Vorsitzende Kukunat e.V.
    www.kukunat.de
    Die Kunst-, Kultur- und Naturwerkstatt Kukunat in der Ortsgemeinde Netzbach bietet einen Ort zum kreativen Ausprobieren in der Region. Kunstkurse f√ľr Gro√ü und Klein aus dem Themenfeld der bildenden Kunst werden vor Ort wie auch in Kooperation mit anderen Institutionen angeboten (von Malerei, Architektur, Plastik, Grafik, Mosaik, Erfinderwerkstatt, etc.). Neben der Kunstwerkstatt gibt es auch eine ‚ÄěOffene B√ľhne‚Äú. Alle zwei Jahre konzipiert und organisiert der Verein zudem ein Festival bei dem alle Menschen aus der Region integriert werden (Farbenfest und Aar-Einrich Festival).

Tisch 2: Kultur-K√ľmmerer

Bei der Unterst√ľtzung von kulturellen Einrichtungen auf lokaler und regionaler Ebene geht es nicht allein um die Weitergabe von finanziellen Mitteln. Hilfreich k√∂nnen auch Ansprechpartnerinnen f√ľr Kultur in den Verwaltungen sein: K√ľmmerer, Kulturkoordinatoren, Servicestellen, Kulturb√ľros oder Regionalmanager und Regionalmanagerinnen, die ansprechbar sind f√ľr die Kulturakteure der Region, sie untereinander und mit anderen gesellschaftlichen Bereichen vernetzen, einen Service bei der F√∂rderakquise anbieten oder das Ehrenamt unterst√ľtzen und beraten.

  • Dr. Patrick S. F√∂hl, Leiter Netzwerk Kulturberatung
    www.netzwerk-kulturberatung.de
    Mit dem 2019 gestarteten Pilotprojekt "Regionalmanager/in Kultur" wollen das Programm TRAFO und das Ministerium f√ľr Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-W√ľrttemberg in Zusammenarbeit mit sechs Landkreisen Vorschl√§ge daf√ľr entwickeln, welche Aufgaben solche Regionalmanager und Regionalmanagerinnen √ľbernehmen k√∂nnen und welche strukturellen Ver√§nderungen daf√ľr in den Verwaltungen notwendig sind. Die Landkreise erhalten bis 2023 eine F√∂rderung unter anderem der Personalmittel. Das Netzwerk Kulturberatung begleitet das Projekt, in Kooperation mit der Agentur KULTURGOLD.
  • Gregor Pellacini, Ansprechpartner Servicestelle Kultur Landkreis Peine
    www.kultur-peinerland.de/Servicestelle-Kultur
    Als Mittlerin zwischen Politik, Verwaltung und Kultur berät die Servicestelle Kultur im Landkreis Peine (ehrenamtliche) Kulturakteure im Bereich Projektkonzeption und Fördermittel, schiebt Kooperationen an und verstärkt die Vernetzung von Kulturakteuren in der Region.

Tisch 3: Regionalfonds

Kultur auf dem Land wird von Menschen gepr√§gt, die oft ehrenamtlich in Vereinen, Institutionen und Projekten t√§tig sind. Dieses ehrenamtliche Engagement ben√∂tigt vor allem eine einfache und unb√ľrokratische Unterst√ľtzung. Hier k√∂nnen Regionalfonds greifen, die durch vereinfachte F√∂rderung ehrenamtlicher Projekte und somit die Zivilgesellschaft st√§rken.

  • Achim Kistner, Regionalmanager LAG Hunsr√ľck
    www.lag-hunsrueck.de
    In Rheinland-Pfalz k√∂nnen kleine ehrenamtlich getragene Projekte von gemeinn√ľtzigen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen sowie von Gruppen nicht organisierter Menschen ohne gro√üen b√ľrokratischen Aufwand bezuschusst werden. Die F√∂rderung erfolgt √ľber die Lokalen Aktionsgruppen (LAG) der einzelnen Regionen.
  • Pauline Drichel-Schwabe, Sachbearbeiterin Kleinprojektefonds der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
    www.kdfs.de
    Im F√∂rderprogramm "Kleinprojektefonds" der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen k√∂nnen kleinere Kunst- und Kulturprojekte in Sachsen ‚Äď vorwiegend auch in l√§ndlichen R√§umen ‚Äď kurzfristig und mit vergleichsweise geringem Aufwand realisiert werden. Vor allem Akteure von Kunst und Kultur der freien Szene sollen so schnell auf aktuelle Anl√§sse und auf besonderen Bedarf mit einem regionalen Projekt reagieren k√∂nnen.

Tisch 4: Festivals im ländlichen Raum

Immer mehr Festivals finden im l√§ndlichen Raum statt. Dabei benutzen Veranstalter den l√§ndlichen Raum nicht nur als Kulisse, sondern aktivieren Akteure vor Ort oder verhandeln Themen der Region. Oft entstehen in der Region dabei Dynamiken, die weit √ľber die Organisation des Festivals hinausgehen und kreative Prozesse ansto√üen.

  • Fritz Krings, Gesch√§ftsf√ľhrer Peripherique, Vorsitzender Sound of the forest e.V.
    sound-of-the-forest.de
    Seit 2008 organisiert der Verein Sound of the forest e.V. j√§hrlich das mittlerweile 5.000 Besucher starke Festival mitten im Odenwald am Marbachstausee. Entstanden ist die Idee aus dem K√ľnstlerkollektiv der Krings Br√ľder, die mit Peripherique eine Kreativagentur im l√§ndlichen Raum betreiben, die nicht nur Leseshows u.a. f√ľr Sebastian Fitzek organisiert und K√ľnstler managt, sondern auch immer wieder neue Ideen f√ľr die Region entwickelt. N√§chstes Jahr soll das Festival klimaneutral werden, weitere Festivals in der Region wurden bereits organisiert.
  • Thomas Disser, Regionalmanager Interessengemeinschaft Odenwald
    region-odenwald.de
    In Hessen konnten Festivals lange Zeit nicht √ľber LEADER gef√∂rdert werden. Das Regionalmanagement sah und sieht in der Organisation von Festivals jedoch ein gro√ües Potenzial f√ľr die kulturelle Weiterentwicklung und Verj√ľngung der Region und nutzt sein gutes Netzwerk, um als Vermittler zwischen Projekttr√§ger und Beh√∂rden zu agieren. Mittlerweile ist auch eine F√∂rderung von Festivals m√∂glich.

Tisch 5: Jugendprojekte

Besonders unter jungen Menschen gibt es eine starke Abwanderung vom l√§ndlichen Raum in Gro√üst√§dte. Jugendliche, die aktiv ihre Gemeinde und Region mitgestalten und mitreden, √ľbernehmen Verantwortung f√ľr ihre Umgebung und binden sich l√§ngerfristig an die Region. Partizipative Jugendprojekte tragen damit nicht nur zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zur St√§rkung demokratischer Strukturen bei, sondern k√∂nnen auch dabei unterst√ľtzen nachhaltig attraktive Angebote f√ľr junge Menschen im l√§ndlichen Raum zu schaffen.

  • Peter Wackers, Regionalmanager LAG Z√ľlpicher B√∂rde
    www.zuelpicherboerde.de
    Die LEADER-Region Z√ľlpicher B√∂rde hat sich in ihrem Entwicklungskonzept explizit darauf verst√§ndigt, Kindern und Jugendlichen eine Perspektive zu geben. Im OFF-BEAT Projekt "The local hero", erarbeiten Kinder und Jugendliche gemeinsam ein Musiktheater-B√ľhnenst√ľck. Das Projekt soll Kindern und Jugendlichen nicht nur eine attraktive Freizeitbesch√§ftigung bieten, sondern auch ihre Pers√∂nlichkeitsentwicklung und F√§higkeiten zu Gruppenarbeit f√∂rdern.
  • Stefan Gothe, kommunare GbR
    www.kommunare.de
    Was braucht es um junge Menschen erfolgreich zu beteiligen? Als Coach und Trainer hat Stefan Gothe sich auf die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im l√§ndlichen Raum spezialisiert. Er hat viele Regionen und Organisationen beraten, was besonders wichtig ist, wenn man junge Menschen an Entwicklungsprozessen beteiligen m√∂chte. Er hat einen breiten √úberblick √ľber M√∂glichkeiten der Partizipation und kennt viele unterschiedliche Jugendprojekte.

14:25 Uhr Wechsel der Tische

14:30 Uhr 2. Runde mit f√ľnf parallelen Thementischen

15:15 Uhr Abschluss

  • Samo Darian, Programmleiter TRAFO
  • Dr. Hartmut Berndt, Vorstandsvorsitzender BAG LAG
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