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Programm

5 Starke Gemeinschaft – Engagement durch Empowerment

Fachforum 5:
Starke Gemeinschaft – Engagement durch Empowerment

Veranstalter: Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung (KomLE) für regionale Wirtschaft, Gesellschaft und soziale Innovationen in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Eine lebendige Gemeinschaft lebt vom ehrenamtlichen Engagement vieler Menschen im Dorf. Wie aber gelingt es, Engagierte zu beteiligen und das Ehrenamt vor Ort zu stärken? Impulse für mehr Selbstverantwortung der Bewohnerschaft und das Umsetzen eigener Ideen sind besonders wichtig für die Dorfentwicklung. Das zeigen Erfahrungen aus dem Bundesprogramm Ländliche Entwicklung (BULE). Mit guten Beispielen der Fördermaßnahme "Soziale Dorfentwicklung" und des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" wird veranschaulicht, wie diese Selbststärkung der Dorfgemeinschaft aussehen kann.

Weitere Informationen zu diesem Fachforum

Veranstalter

Kompetenzzentrum Ländliche Entwicklung, Referat 422, in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Ansprechpersonen

Sabine Conrad, Linda Krampe, Carola Wießmann

E-Mail

dorfwettbewerb@ble.de, soziale-dorfentwicklung@ble.de


Programm

  1. Einführung und Begrüßung durch den Präsidenten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Herrn Dr. Hanns-Christoph Eiden
     
  2. Impuls
    Ländliche Räume aus Akteurssicht: Es geht immer um die Menschen

    Das Land ist nur so lebendig wie die dort agierenden Menschen – dies ist nicht nur Erfahrungswert, sondern auch Credo von Jana Ahnert, multiversierte Praktikerin aus Mittelsachsen. Was aber treibt die Akteure an und welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es überhaupt? Diesen Fragen geht Jana Ahnert in ihrem Impulsvortrag nach und skizziert dabei die Vielfalt der Möglichkeiten für ein gutes Landleben.

    Jana Ahnert, Jury-Mitglied beim Bundesentscheid „Unser Dorf hat Zukunft“ 2019 , Mitinitiatorin des Generationenbahnhofs Erlau und Neulandgewinnerin
     
  3. Einblicke und Erfahrungen aus der Praxis

    Ein saarländisches Dorf macht sich auf den Weg


    Ob beim Dorfgespräch oder der Bürgerwerkstatt – in Oberesch werden die Bürgerinnen und Bürger in die Entwicklung von Ideen und Entscheidungsprozesse einbezogen. Das Siegerdorf Oberesch aus dem Saarland hat sich ganz besonders durch seine starke Dorfgemeinschaft hervorgetan. Aus Sicht von Michael Engel ist dies ausschlaggebend für eine erfolgreiche Realisierung von Ideen und Zielen – dies zeigten die Oberescher auch bei der Teilnahme am Dorfwettbewerb eindrücklich.

    Michael Engel, Ortsvorsteher des Dorfes Oberesch (Gewinner der Silbermedaille und des Sonderpreises "Zusammenhalt für die Dorfentwicklung" beim 26. Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft")

    Erfahrungen aus der Sozialen Dorfentwicklung

    GENIAL3 – Mobilisierung sozialer Potenziale im Altenburger Land

    Mit dem Projekt GENIAL3 wurden Akteure unterstützt, ihre zukunftsfähigen Ideen für ein soziales Miteinander in die Umsetzung zu bringen. Dabei kamen individuelles und Projekt-Coaching, Qualifizierung und Öffentlichkeitsarbeit zum Einsatz. Andrea Wagner von W³ Wandel-Werte-Wege gGmbH berichtet über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projekt. Sie ist überzeugt: "Gezieltes Empowerment von Akteuren der Region bringt ein optimales Verhältnis zwischen eingesetzten Ressourcen und Wirksamkeit".

    Aktive Dorfnetze – Hilfe zur Selbsthilfe in der Vulkaneifel

    Ziel des Projekts "Aktive Dorfnetze" war, durch eine modellhafte Dorfmoderation das Verantwortungsgefühl der Bürgerschaft für ihre Dörfer zu stärken und Handlungskompetenzen zu vermitteln. Die eigenständige Entwicklung und Umsetzung von Projektideen durch ehrenamtliche Akteure der Bürgerschaft stand dabei im Fokus. Eike Zender, Hochschule Trier / Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) berichtet über die Erfolge und Hemmnisse.
     
  4. Fachliche Einordnung

    Einblicke in die fachliche Auswertung der Fördermaßnahme "Soziale Dorfentwicklung"


    Die Erfahrungen der Vorhaben haben u. a. gezeigt: Durch Qualifizierung, Empowerment oder Coaching kann ehrenamtliches Engagement gestärkt und ausgebaut werden. Die Maßnahmen helfen auch einer Überforderung im Ehrenamt entgegenzuwirken und Engagement langfristig zu sichern.

    Katrin Wilbert, empirica ag
     
  5. Austausch und Diskussion zwischen Referierenden und Austausch mit dem Publikum (Podiumsdiskussion)
     
  6. Abschlussworte und Ausblick von Dr. Martin Müller, Referatsleiter im BMEL im Referat 812 für Regional- und Dorfentwicklung, Bundesprogramm Ländliche Entwicklung